<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>Wannenchrist</title>
	<atom:link href="http://wannenchrist.wordpress.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://wannenchrist.wordpress.com</link>
	<description>Finding A Place In Times of Passionate Identities</description>
	<lastBuildDate>Sun, 09 Mar 2008 19:24:02 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<cloud domain='wannenchrist.wordpress.com' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
<image>
		<url>http://www.gravatar.com/blavatar/d357fe158137f53c07ef1a3f728aa848?s=96&#038;d=http://s.wordpress.com/i/buttonw-com.png</url>
		<title>Wannenchrist</title>
		<link>http://wannenchrist.wordpress.com</link>
	</image>
			<item>
		<title>Warum noch ein Blog?</title>
		<link>http://wannenchrist.wordpress.com/2008/02/28/warum-noch-ein-blog/</link>
		<comments>http://wannenchrist.wordpress.com/2008/02/28/warum-noch-ein-blog/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Feb 2008 22:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Wannenmacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In-der-Welt-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Andacht]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fundamentalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunismus]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensform]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Pathologie der Vernunft]]></category>
		<category><![CDATA[Postmoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Rationalität]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation]]></category>
		<category><![CDATA[Sünde]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualismus]]></category>
		<category><![CDATA[Subjekt]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wunder]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wannenchrist.wordpress.com/2008/01/01/hallo-welt/</guid>
		<description><![CDATA[Wir sind ein reinliches Paar und baden morgens gerne &#8211; meistens im selben Wasser. Meine Frau darf immer zuerst, dafür bade ich dann länger und lese dabei in der Regel in meinen zwei Andachtsbüchern. Die sind  &#8211; wie meine liebe Frau &#8211; wohl-proportioniert und stimmen mich &#8211; wie ich wiederum sie &#8211; auf den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wannenchrist.wordpress.com&blog=2945723&post=1&subd=wannenchrist&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wir sind ein reinliches Paar und baden morgens gerne &#8211; meistens im selben Wasser. Meine Frau darf immer zuerst, dafür bade ich dann länger und lese dabei in der Regel in meinen zwei Andachtsbüchern. Die sind  &#8211; wie meine liebe Frau &#8211; wohl-proportioniert und stimmen mich &#8211; wie ich wiederum sie &#8211; auf den kommenden Tag ein. Das ist überlebenswichtig, denn sonst entgleitet uns der Tag schon am Morgen. Und entgleitet uns nicht ohnehin mehr als früheren Generationen?</p>
<p>Man sagt und hört des öfteren, wir lebten in der Postmoderne. Das erschien mir lange Zeit als eine etwas geschwätzige Redensart, bis ich bei Yoshiro Nakamura (<a href="http://lit.polylog.org/4/rer-de.htm">Xenosophie. Bausteine einer Theorie der Fremdheit</a>, 151) schließlich doch eine einleuchtende und hilfreiche Unterscheidung fand: Die Moderne verstand sich als Krise des Subjekts, die Postmoderne müssten wir dagegen als Bewältigung eines Krisenbewusstseins hinsichtlich <i>aller</i><b> </b>uns umgebenden Systeme verstehen lernen. Nun dürfen wir dies nicht als eine Abfolge von unterschiedlichen Stadien nehmen, die einander geschlossen folgen. Nein, im Gegenteil, das Vertrackte an dieser Verallgemeinerung ist, dass die Krise des Subjektes sich mittlerweile nur noch mehr ausgeweitet hat. Und &#8222;Krise&#8220; bedeutet hier so viel wie der <i>permanente Zwang zur Entscheidung:</i> Je mehr Systeme wir in unsere Gewalt gebracht haben, desto mehr Verantwortung haben wir schließlich auch zu übernehmen.</p>
<p>Aber zurück zu meiner Frau: Wenn sie von ihrer Arbeit kommt, hat sie im Laufe des Tages bereits eine Menge in den Abläufen eines straff geführten OP-Teams erlebt. Ich dagegen sitze meistens vor dem Bildschirm und kommuniziere mit der mich umgebenden Welt über Texte &#8211; allenfalls unterbrochen von einigen Telefongesprächen, die ich dazwischen führe. Ich liebe diese stille, intensive Welt der Interpretation ebenso wie das Plantschen im Badewasser meiner Frau. Im Weinberg der Texte wird der Blick geschärft und der Geschmack für kleine Nuancen verfeinert. Diese intellektuelle Form der Individualisierung ist nicht notwendig parasitär, wenn gewisse Spielregeln eingehalten werden. Aber diese Lebensform ist immer äußerst fragil, angewiesen und abhängig, denn sie setzt funktionierende Gemeinschaften voraus.</p>
<p>In meiner Badewanne meldete sich eines Tages der Zweifel, ob mein intellektuell gelebtes Christsein sich vor allem auf wohltemperierte Badewannen beschränkt. Und mir war, als höre ich gleich eine Stimme, die sagt: &#8222;Aha, der Wannenchrist badet gerne lau!&#8220; &#8211; Nun, ich bin ja nicht untätig: Am Montag erhielt ich erst eine SMS von jemandem, dem ich in langen und geduldigen  Gedankengängen die biblischen Zusammenhängen aus meiner Sicht erläutert habe. Er schrieb: &#8222;Gottesdienste in der brasilianischen Kirche erscheinen mir wie die Essenz des Christentums, wie das Leben, wie das Innere einer Nuss, während die Adventgemeinde wie eine Nuss erscheint, die noch von der Schale umhüllt ist. Gott segne Dich!&#8220; Auf den ersten Blick klingt das wie eine klare Absage. Aber lassen wir uns nicht täuschen! Unsere Wege trennten sich, als ich nach mehr als einem Jahr der Erläuterung und Diskussion erste praktische Entscheidungen angemahnt hatte. Manche Nüsse im Reifestadium sind einfach etwas zu hart.</p>
<p>Menschen suchen Gemeinschaft. Wir sorgen füreinander, obwohl wir die Welt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Viele Menschen suchen heute aber auch inmitten einer leidenschaftlich empfundenen Krise unserer Welt nach Auswegen. Reinhold Paul, ein Autor meines Andachtsbuches, vergleicht die Welt mit einem Unterseeboot, das selbstverschuldet ganz tief ins Meer der Sünde gesunken sei. Unsere Welt ist in Not und wir wissen, dass wir kollektiv das Ziel verfehlen. &#8222;Auf uns alle wartet der Tod. Es ist verständlich, wenn die &#8216;Insassen&#8217; alles unternehmen, um aus dieser Verlorenheit herauszukommen und sich an jeden Strohhalm der Hoffnung klammern. Aber alle menschlichen Versuche, die in Sünde versunkene Welt wieder &#8216;flottzumachen&#8217;, und damit zu retten, sind fehlgeschlagen.&#8220; Warum schrecken wir vor der richtigen Entscheidung zurück?</p>
<p>Wir leben in einer Welt der leidenschaftlichen Identifikationen und zunehmend instabiler Gemeinschaften. Die Pathologien der politischen Vernunft (Faschismus und Kommunismus) sowie der religiösen  Orientierung (Fundamentalismus und Spiritualismus) sind nur verschiedene Gesichter der Radikalisierung einer Krise des Subjekts. Das Projekt der Moderne wurde mit der Reformation eingeleitet  und ging nach der letzten großen Krise der transatlantischen Gemeinschaften, also spätestens 1989 zu Ende. Jetzt leben wir in der Nachmoderne: Rationalität und Wissenschaft sind uns geblieben, aber die selbstgewisse Moderne mit ihrem Pathos der Vernunft ist vorüber. Der christliche Glaube bleibt jedoch gefährdet: In der leidenschaftlichen Suche nach neuer Unmittelbarkeit zurren die einen die Bedeutung der Heiligen Schrift auf eine handgreifliche Erwartung fest und öffnen sich die anderen der Dimension des Heiligen Geistes in magischer Weise. Beide klammern sich an alte Leitvorstellungen der modernen Technik, aber die Bibel ist weder ein Wort für Wort eingegebener Text noch ein technisches Handbuch für die Hervorbringung von Wundern.</p>
<p>Was bleibt Menschen kleiner christlicher Gemeinschaften in der Postmoderne zu tun? Wir sollten täglich in der Heiligen Schrift lesen, um unsern Geist mit dem Geist Gottes abzustimmen. Um es mit einem Bild aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs auszudrücken:  Der Kapitän eines U-Boots muss vor jeder Fahrt die Instrumente mit dem Stand der Sonne abgleichen, sonst kann die kleinste Abweichung in die Nähe eines Minenfeldes führen, ohne dass wir dies bemerken. Diese dramatische Metapher verwendete ein erfahrener Marinesoldat, der um die Lebensnotwendigkeit des Teamgeistes der U-Boot-Besatzung in Krisenzeiten wusste. Sie lasse sich, meinte der pensionierte Pastor, aber auch auf die Führung des eigenen Lebens und die von Gemeinschaften der unterschiedlichen Form und Grösse übertragen.</p>
<p>Ich möchte aber noch einmal in ganz anderer Weise zum Anlass dieses Beitrags zurückkehren: Es gibt schon so verdammt viel zu lesen. Seit 2003 wurden etwa 70 Millionen Blogs begonnen. Dennoch werde ich mich an dieser Stelle immer wieder melden, wenn meine persönlichen Andachten mir die Notwendigkeit dazu deutlich machen. In der Zwischenzeit bin ich für alle Anregungen dankbar.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/wannenchrist.wordpress.com/1/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/wannenchrist.wordpress.com/1/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wannenchrist.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wannenchrist.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wannenchrist.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wannenchrist.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wannenchrist.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wannenchrist.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wannenchrist.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wannenchrist.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wannenchrist.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wannenchrist.wordpress.com/1/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wannenchrist.wordpress.com&blog=2945723&post=1&subd=wannenchrist&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wannenchrist.wordpress.com/2008/02/28/warum-noch-ein-blog/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://1.gravatar.com/avatar/150e81ee001e54ce770d1f5c7d6f603f?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">wannenchrist</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>